Vergleich

Plausible oder Creo Analytics: Was ist der Unterschied?

Stand: · Creo Analytics, IT Systeme Flores UG

Kurz gesagt

Plausible und Creo Analytics messen beide ohne Cookies und ohne Cookie-Banner. Plausible ist quelloffen, in der EU gehostet und bewusst reduziert. Creo Analytics läuft auf Servern in Deutschland und liefert zusätzlich Heatmaps, Trichter, Segmente und optional Session-Replay mit Einwilligung. Wer Quellcode lesen will, nimmt Plausible. Wer mehr sehen will, uns.

Cookies im StandardKeine, bei beiden
Cookie-Banner nötigNein, bei beiden (Creo Analytics: nach unserer Einschätzung zu § 25 TDDDG)
QuelloffenPlausible ja, Creo Analytics nein
ServerstandortCreo Analytics: Deutschland. Plausible: EU
Heatmaps ohne BannerCreo Analytics ja, Plausible nein
Session-ReplayCreo Analytics optional, nur mit Einwilligung. Plausible nein
Preis Creo AnalyticsBeta kostenlos, danach 10 € oder 25 € je Website und Monat
Mess-Skript Creo AnalyticsEtwa 2 KB

Was haben Plausible und Creo Analytics gemeinsam?

Das Wichtigste: Beide setzen keine Cookies, beide brauchen dafür keinen Cookie-Banner, beide werden in der EU betrieben. Wer von Google Analytics kommt, bekommt bei beiden dasselbe Grundgefühl. Eine Skriptzeile, ein Dashboard, keine Einwilligungsabfrage, keine Weitergabe an ein Werbenetzwerk.

Auch das Zählverfahren ist verwandt. Plausible zählt Besucher ohne Cookie über einen Hash mit Salz, das Verfahren ist bei cookielosen Werkzeugen etablierte Praxis. Creo Analytics macht es so: Aus einem geheimen Tages-Salz, der Kennung deiner Website, der IP-Adresse und dem User-Agent entsteht ein Prüfwert, der am nächsten Tag nicht mehr gebildet werden kann. Die IP-Adresse wird dabei nicht gespeichert, sie wird nur flüchtig im Arbeitsspeicher zum Zählen und zur Länderzuordnung genutzt. Wie das im Einzelnen funktioniert, steht unter Cookieless Analytics erklärt.

Das heißt auch: Beide haben dieselbe Grenze. Ohne Cookie erkennt keines der beiden Werkzeuge einen Besucher über den Tag hinaus wieder. Wer am Montag und am Donnerstag kommt, ist zweimal ein Besucher. Das ist kein Fehler, das ist der Preis dafür, dass niemand einen Banner wegklicken muss.

Wo ist Plausible besser?

Plausible ist quelloffen. Du kannst den Code lesen, prüfen und auf dem eigenen Server betreiben. Das ist ein echter Vorteil, und wir werden ihn nicht kleinreden. Wer wissen will, was ein Skript auf der eigenen Website genau tut, kann es bei Plausible nachlesen. Bei Creo Analytics musst du unseren Angaben vertrauen, unserem AVV und der öffentlichen Widerspruchsseite, die erklärt, was erfasst wird und was nicht.

Plausible ist außerdem bewusst reduziert. Ein Dashboard, wenige Zahlen, keine Reiter, die man nie öffnet. Für manche ist das genau richtig. Wer nur wissen will, wie viele Leute da waren und woher sie kamen, findet bei Plausible nichts, was ihn ablenkt. Weniger kann eine Entscheidung sein, keine Lücke.

Und Creo Analytics ist in der Beta. Das sagen wir, weil es stimmt, und weil du es ohnehin merkst.

Was kann Creo Analytics, das Plausible nicht hat?

Heatmaps ohne Banner. Creo Analytics zeigt je Seite und Geräteklasse, wohin geklickt wird und wie weit gescrollt wird. Klicks landen als Zahlenpaare in einem 50×50-Raster, die Scrolltiefe in 10-Prozent-Stufen. Beides ist reines Aggregat, ohne Screenshot, ohne Cursorpfad, ohne Personenbezug. Deshalb läuft es in der cookielosen Betriebsart mit, ohne Einwilligung. Plausible hat keine Heatmaps im Kern.

Dazu kommen Trichter mit Abbruchquote je Stufe, Segmente nach Gerät, Land, Quelle, Browser oder System, eigene Ereignisse mit Eigenschaften, ein Vergleichszeitraum und PDF-Berichte per E-Mail, wöchentlich bis jährlich. Für Websites im Creo-Digital-Hosting kommen Core Web Vitals, Ladezeiten, Verfügbarkeit und Fehlerseiten dazu, ohne dass du etwas einrichtest.

Und es gibt eine zweite Betriebsart. Wer wiederkehrende Besucher unterscheiden, mehrtägige Auswertungen sehen oder Sitzungen als maskierten Film ansehen will, schaltet auf „vollständig“ um. Dann setzt dasselbe Skript nach Einwilligung ein First-Party-Cookie. Ohne Einwilligung misst es cookielos weiter. Das ist ein bewusster Schritt hinter einem Tor, mit Pflichten, die wir dir vorher zeigen. Plausible hat diese Tür nicht. Wenn du sie brauchst, brauchst du dort ein zweites Werkzeug.

Plausible hat aus dem Weglassen eine Marke gemacht. Wir lassen die Cookies weg, nicht die Heatmaps.

Plausible oder Creo Analytics: Was steht in der Tabelle?

Nur Architektur, keine Preise des Wettbewerbers, keine Behauptungen über Recht. Stand: September 2026.

Plausible und Creo Analytics im Vergleich, Stand: September 2026
MerkmalCreo AnalyticsPlausible
Cookies im StandardKeineKeine
Cookie-Banner nötigNeinStandard cookieless, nach unserer Einschätzung zu § 25 TDDDGNein
QuelloffenNeinJa
Selbst hosten möglichNeinJa
ServerstandortDeutschlandkein DrittlandtransferEU
IP-Adresse gespeichertNienur flüchtig im ArbeitsspeicherNeinZählung über Hash
Heatmaps (Klickkarte, Scrolltiefe)Ja, ohne BannerAggregat je Seite und GerätNeinnicht im Kern
Session-ReplayOptionalnur Betriebsart „vollständig“, nur mit Einwilligung, maskierter DOMNein
Wiederkehrende Besucher über TageOptionalnur „vollständig“, per First-Party-Cookie nach EinwilligungNeincookielos, bauartbedingt
Core Web Vitals, Verfügbarkeit, FehlerseitenJafür Websites im Creo-Digital-HostingNein
Einbau über die eigene DomainAutomatischim Creo-Digital-Hosting, kein Werbeblocker greiftVon Handeigener Proxy nötig
KostenBeta kostenlos, bis zu 5 Websitesdanach 10 € oder 25 € je Website und MonatKostenpflichtigPreise beim Anbieter

Was kann keines der beiden?

Personen erkennen. Weder Plausible noch Creo Analytics in der cookielosen Betriebsart sagen dir, wer da war. Es gibt kein Profil, keine Besucherliste, kein Retargeting. Du siehst, dass jemand da war, woher er kam und was er getan hat. Nicht, wer er ist.

Bei Creo Analytics ist auch die mehrtägige Besucherzahl eine Schätzung: Je Tag wird eine HyperLogLog-Skizze abgelegt, die sich über Wochen und Monate vereinigen lässt, ohne ein einziges Pseudonym aufzuheben. Der Fehler liegt unter 3 Prozent, und das steht im Dashboard dran. Seitenaufrufe und Tagesbesucher sind exakt.

Ein Punkt, den wir lieber selbst nennen: Ob schon das Auslesen des User-Agent unter § 25 TDDDG fällt, bewerten Aufsichtsbehörden nicht einheitlich. Das Salz-Hash-Verfahren ist etablierte Praxis bei cookielosen Werkzeugen, aber kein Nullrisiko. Das gilt für jedes Werkzeug, das so zählt. Mehr dazu unter Brauchst du für Webanalyse einen Cookie-Banner?

Für wen ist welches Werkzeug?

Nimm Plausible, wenn dir Quelloffenheit wichtiger ist als Funktionsumfang. Wenn du selbst hosten willst. Wenn du genau ein Dashboard mit wenigen Zahlen brauchst und alles darüber hinaus als Ballast empfindest.

Nimm Creo Analytics, wenn du sehen willst, wohin geklickt wird und wo Leute aussteigen, ohne dafür einen Banner zu bauen. Wenn du Trichter und Segmente brauchst. Wenn dein Bericht als PDF im Postfach liegen soll, bei dir oder bei deinem Kunden. Wenn du dir die Tür zu Wiedererkennung und Session-Replay offenhalten willst, ohne ein zweites Werkzeug. Und wenn du Server in Deutschland willst, betrieben von einer Firma, die du anrufen kannst: IT Systeme Flores UG in Bergisch Gladbach, Gründer Lucas Flores, seit 2017 in der IT.

Wer bei uns hostet, bekommt das Schnipsel automatisch eingebaut, über die eigene Domain. Kein Werbeblocker greift, und du richtest nichts ein. Wie das Skript sonst eingebaut wird, steht in der Dokumentation.

Wie wechselst du von Plausible zu Creo Analytics?

Plausible-Skript raus, Creo-Analytics-Zeile rein, fertig. Beide sind cookielos, an deinem Banner ändert sich also nichts, falls du einen hast. Die Messung beginnt ab dem Einbau; die ersten Zahlen erscheinen wenige Minuten nach dem ersten Besuch. Datenschutz-Textbaustein und AVV liegen bei.

Ehrlich gesagt: Einen Import deiner alten Plausible-Daten gibt es derzeit nicht. Deine Zeitreihe beginnt bei uns neu. Wer die Historie braucht, lässt beide Werkzeuge eine Weile parallel laufen. Das geht, weil keines von beiden ein Cookie setzt, das dem anderen in die Quere käme.

Während der Beta ist Creo Analytics kostenlos, für bis zu 5 Websites, ohne Zahlungsmittel, jederzeit kündbar. Danach kostet die cookielose Betriebsart 10 € je Website und Monat, die vollständige 25 €. Wie sich das gegen die anderen beiden großen Namen schlägt, steht im Vergleich mit Google Analytics und im Vergleich mit Matomo.

Häufige Fragen

Ist Plausible cookielos?

Ja. Plausible setzt keine Cookies und zählt Besucher über einen Hash. Creo Analytics arbeitet in der Standard-Betriebsart genauso. Der Unterschied liegt nicht im Zählen, sondern in dem, was du danach siehst.

Braucht man mit Plausible oder Creo Analytics einen Cookie-Banner?

Für die cookielose Messung bei beiden nicht. Es wird nichts auf dem Endgerät gespeichert und nichts daraus gelesen, deshalb greift § 25 TDDDG nach unserer Einschätzung nicht. Nur die optionale Betriebsart „vollständig“ von Creo Analytics setzt ein First-Party-Cookie und braucht dafür eine Einwilligung.

Hat Plausible Heatmaps?

Nein, nicht im Kern. Creo Analytics zeigt Klickkarten und Scrolltiefe je Seite und Gerät als reines Aggregat, ohne Screenshot und ohne Personenbezug. Deshalb läuft das auch ohne Cookie-Banner.

Ist Creo Analytics quelloffen?

Nein. Plausible ist quelloffen und lässt sich selbst hosten, Creo Analytics nicht. Dafür läuft Creo Analytics auf Servern in Deutschland, kommt mit AVV und Datenschutz-Textbaustein, und die öffentliche Widerspruchsseite erklärt, was erfasst wird und was nicht.

Kann ich von Plausible zu Creo Analytics wechseln?

Ja. Du tauschst das Skript, mehr nicht. Einen Import alter Plausible-Daten gibt es derzeit nicht, deine Zeitreihe beginnt neu. Beide Werkzeuge laufen problemlos parallel, weil keines ein Cookie setzt.

Was kostet Creo Analytics im Vergleich zu Plausible?

Creo Analytics ist während der Beta kostenlos, für bis zu 5 Websites, ohne Zahlungsmittel. Danach kostet die cookielose Betriebsart 10 € je Website und Monat, die vollständige 25 €. Plausible ist kostenpflichtig; die aktuellen Preise stehen beim Anbieter.

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